Das Mp3-Kolleg

mp3-Kolleg
Claus Christian Schroeder

Wie hört man mp3?

Im Unterschied zu einer analogen Tonaufzeichnung, wie wir sie alle von magnetischen Tonbandgeräten oder von der Schallplatte kennen, wird bei einer digitalen Aufzeichnung das Tonsignal viele Male pro Sekunde ‚abgetastet’, wobei die jeweils ermittelten Messwerte in Form von Binärzahlen (also einer Folge von Nullen und Einsen) gespeichert werden. Die Datenmenge, die sich dabei ergibt, ist allerdings gewaltig. Um diese zu verringern und so zu erreichen, dass mehr Audiomaterial auf einen der üblichen Datenträger (zum Beispiel eine Compact-Disk oder CD) passt, sind verschiedene Verfahren zur sog. Kompression dieser Datenmengen erfunden worden. Das als mp3 bekannte Format, das 1985 von dem deutschen Ingenieur Karlheinz Brandenburg am Fraunhofer-Institut in Erlangen entwickelt wurde und inzwischen zunehmende Verbreitung gefunden hat, beruht auf einem derartigen Daten-Reduktionsprozess, durch den alle Informationen, die das menschliche Gehör ohnehin nicht wahrnehmen kann, aus dem Ursprungssignal entfernt werden. Zur Wiedergabe einer digitalen Audio-Aufnahme benötigt man ein Gerät, das die digitale Information – gewöhnlich mittels eines Lasers – von dem Datenträger abliest und sie über einen Lautsprecher wieder in Töne verwandelt. Nicht alle diese Geräte sind jedoch in der Lage, auch Tonaufzeichnungen im Format mp3 zu lesen und wiederzugeben. Was also braucht man, um mp3-Tonaufnahmen anzuhören? Da gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten:

A. Wenn man einen Computer (PC oder Mac) hat,

benötigt man, um mp3-Aufnahmen zu hören, noch drei weitere Dinge, die sich jedoch sehr einfach einrichten lassen:

1. Ein Laufwerk, das entsprechende Datenträger (CD oder DVD) zu lesen imstande ist. In heute handelsüblichen Computern ist ein solches Laufwerk bereits – intern – eingebaut, und wenn dieses nicht älter als acht Jahre ist, ist es auch standardmäßig imstande, Dateien im Format mp3 zu lesen. Sollte dies ausnahmsweise nicht der Fall sein, kann man sich ein externes Laufwerk besorgen, das über die nötigen Funktionen verfügt und über die heute übliche Universalverbindung (USB) einfach mit dem entsprechenden Eingang des Computers verbunden werden kann.
2. Geeignete Audio-Software: für IBM-PCs mit dem Betriebssystem Windows etwa Winamp oder den Windows Media Player, für Apple-Computer (Mac) beispielsweise Quicktime. Die entsprechenden Programme sind durchwegs kostenlos im Internet verfügbar: dort lädt man sie sich herunter und installiert sie auf dem eigenen Computer. Diese Software befähigt den Computer, die von dem Datenträger im Laufwerk abgelesene Information in Töne zu verwandeln. Um eine Audio-Datei zu öffnen, klickt man sie einfach mit der rechten Maustaste an und wählt in dem dann erscheinenden Funktionsfeld "Öffnen mit ..." das jeweils installierte Audioprogramm (z.B. Winamp) aus.
3. benötigt man natürlich außerdem noch ein Paar Stereo-Lautsprecher, denn für gewöhnlich sind solche in einem der handelsüblichen Computer nicht eingebaut. Für Sprachaufnahmen genügen ganz einfache Lautsprecher, die man für weniger als 30 Euro im Handel erhält. Ein Paar davon verfügt stets nur über ein Verbindungskabel mit Mini-Klinkenstecker, den man lediglich in die AUDIO-OUT-Buchse einsteckt, über welche jeder Computer verfügt. Sollte man damit nichts hören, liegt es vermutlich daran, dass man die Lautstärke zu niedrig eingestellt hat.


B. Wenn man keinen Computer hat,

gibt es dennoch verschiedene Möglichkeiten, mp3-Tonaufnahmen von einem Datenträger (CD oder DVD) wiederzugeben.

1. Fast jeder verfügt heutzutage bereits über einen CD-Player, weil Musikaufnahmen auf analogen Schallplatten, die vordem mit einem Plattenspieler wiedergegeben wurden, kaum mehr erhältlich sind. Ältere CD-Player spielen zwar die handelsüblichen Musik-CDs ab, sind aber zuweilen noch nicht dafür ausgelegt, auch Tondateien im mp3-Format wiederzugeben. (Auf einer CD lassen sich gemeinhin nur 70 Minuten Musik oder Sprache speichern; im komprimierten mp3-Format aber lassen sich ca. 12 Stunden Tonaufzeichnungen auf einer einzigen CD unterbringen!). Wer einen CD-Player besitzt, sollte also die technischen Daten und die Betriebsanleitung desselben durchlesen, um sich zu vergewissern, ob mp3-Dateien damit gelesen und wiedergegeben werden können. Sollte dies nicht der Fall sein, empfiehlt sich allerdings die Anschaffung eines moderneren Geräts.
2. Viele besitzen mittlerweile auch schon einen DVD-Player, um damit digitale Videofilme über ihren Fernseher wiederzugeben. DVD bedeutet zwar "Digital Video Diskette", aber auf einer DVD können nicht nur Video-, sondern auch reine Audio-Dateien gespeichert werden, und nahezu alle hierzulande verwendeten DVD-Player sind in der Lage, auch Audio-Dateien im Format mp3 wiederzugeben. (Ggf. In der Betriebsanleitung nachlesen!) Mit den meisten DVD-Playern kann man überdies auch Bildmaterial mittels des Fernsehgeräts wiedergeben, sofern dieses auf der DVD in den üblichen Formaten (JPEG, evtl. GIF) gespeichert ist. Nicht wiedergeben kann man auf diese Weise allerdings Textdateien (im Format WORD): diese lassen sich zwar ebenso auf DVD speichern, aber um sie zu lesen, benötigt man doch einen Computer mit DVD-Laufwerk.
3. Besonders empfehlenswert sind sog. MP3-CD-Player, die man sehr günstig im Elektronik-Handel erhalten kann, manchmal auch bei Aldi, Lidl oder Tchibo für rund 25 Euro. Bei Zweitausendeins ist ein robustes Gerät für 49,90 Euro erhältlich. Es ist transportabel (d. h. man kann überall damit hören), wiegt nur 200 Gramm, kann mit Netzanschluss oder auch mit Batterien, sogar mit dem Zigarettenanzünder des Autos betrieben werden und verfügt auch über einen Equalizer zur Einstellung der Tonqualität. Mit den meisten dieser Produkte hört man mittels Ohrhörer, der mitgeliefert wird; an einige Geräte kann jedoch auch ein Lautsprecher angeschlossen werden (was besonders für Autofahrer wichtig ist, die unterwegs hören möchten). Der Unterschied zu gewöhnlichen CD-Playern besteht darin, dass diese Geräte alle Tondateien in den üblichen Formaten (von CD, CD-R, CD-RW) und stets auch mp3-Dateien wiedergeben können.
4. Eine weitere Möglichkeit bieten sog. MP3-Player, die sich inzwischen wachsender Beliebtheit erfreuen. Diese sind zuweilen nur so groß wie eine Zigarettenschachtel, aber deshalb kann man eben auch keine CD in sie einlegen. Vielmehr enthalten sie einen Speicher, den man – über USB-Kabel – mit Tondateien ‚laden’ kann. Aber dazu braucht man natürlich einen Computer! Die Anschaffung lohnt sich aber dennoch, wenn man z.B. einen Verwandten oder Bekannten hat, der freundlicherweise das jeweilige Gerät von Zeit zu Zeit mit den gewünschten mp3-Dateien ‚beschickt’. Am bekanntesten ist der iPod von Apple. Ähnliche Geräte werden oft auch als USB-Stick oder Flash bezeichnet. Es gibt sogar Handys, auf die sich mp3-Dateien laden lassen! Die Produkte unterscheiden sich vor allem in Bezug auf ihre Speicherkapazität, die von wenigen Megabyte bis zu 60 Gigabyte reicht. Je höher die Speicherkapazität, desto höher natürlich auch der Preis.


Das mp3-Kolleg

Die Tonaufzeichnungen der Vorlesungen an der Universität München, die auf dieser Webseite angeboten werden, sind ausnahmslos im Format mp3 digitalisiert. Sie können also mit jedem beliebigen Gerät, das dieses Format lesen und wiedergeben kann, angehört werden. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass zu einigen der Vorlesungen Bild- und Textmaterial mitgeliefert wird, das den Vortrag durch Grafiken, Bilder, Tabellen, Übersichten usw. ergänzt und selbstverständlich von einem CD-Player oder mp3-Player nicht wiedergegeben werden kann. Dazu ist in jedem Falle ein Computer erforderlich. Textdateien (in die häufig auch die Grafiken und Bilder eingebunden sind, welche im Hörsaal durch Overhead-Folien projiziert wurden) sind alle im Format WORD gespeichert; Bilddateien (Galerien) durchwegs in den Formaten JPEG und GIF. Wer einen Computer besitzt, kann sich – von dem selben Datenträger – die jeweiligen Bild- oder Textdateien auf den Bildschirm holen und diese betrachten, während er hört. Beim Anhören ohne Computer (z. B. mittels eines tragbaren Wiedergabegeräts) muss man bei einigen Vorlesungen in Kauf nehmen, dass manches eventuell etwas unanschaulich bleibt. Für Textdateien gäbe es allerdings eine Lösung: Man bringt den Datenträger (CD oder DVD) in einen Copy-Shop und lässt sich dort die Texte ausdrucken. Das ginge zwar prinzipiell auch mit Bild-Dateien, wäre aber vermutlich zu teuer.
Bei der Bestellung von Vorlesungen aus dem verfügbaren Angebot ist ferner die Angabe des gewünschten Datenträgers (CD oder DVD) wichtig. Der Unterschied besteht nicht etwa nur darin, dass sich auf einer CD eine Datenmenge von 700 Megabyte speichern lässt, auf einer DVD jedoch fast das Siebenfache (4,7 Gigabyte). Vielmehr ist vor allem zu beachten, dass man zwar in ein DVD-Laufwerk oder in einen neueren DVD-Player auch CDs einlegen und damit wiedergeben kann, nicht aber eine DVD in ein CD-Laufwerk oder einen CD-Player. Im übrigen ist bei jedem Wiedergabegerät zu prüfen, ob es dafür ausgelegt ist, Daten im Format mp3 zu entschlüsseln.


Wie kann man sich über das Angebot des mp3-Kollegs informieren, wenn man über keinen Computer oder keinen Zugang zum Internet verfügt? Ganz einfach, indem man mich anschreibt oder anruft:

Claus C. Schroeder
Rablstrasse 43
81669 München
Tel. 089- 484 787

Das gedruckte Angebot der verfügbaren Vorlesungen (mit näheren Erläuterungen und Preisangaben), der Bestellzettel sowie die Erklärung zum Urheberrecht werden dann von mir per Post übersandt. Bestellungen sind ohnehin nur auf dem Postwege möglich.
(Bei telephonischer Anforderung des Angebots bitte ggf. auf meinem Anrufbeantworter Name, Adresse und Telephon-Nummer aufsprechen!)

Noch ein Hinweis: Datenträger mit Vorlesungen des mp3-Kollegs kann man auch verschenken, insbesondere an Freunde, Angehörige oder Bekannte, die längere Zeit krank, vorübergehend oder dauernd behindert sind und für etwas geistige Anregung sehr dankbar wären. Auch Leute, die viel unterwegs sind – per Bahn oder mit dem Auto –, freuen sich zumeist sehr, wenn sie dabei, weil Lesen schlecht möglich ist, etwas Interessantes hören können. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Vorlesungen auf CD zu bestellen und einen geeigneten CD- oder tragbaren MP3-CD-Player gleich mit zu schenken.


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